Mundschutz
Der Mundschutz dient zur Abwehr von Krankheitserregern
Ein Mundschutz ist vielen von uns durch Fernsehbilder aus Japan bekannt. In dem sehr dicht bevölkerten fernöstlichen Land ist es schon seit Jahrzehnten Usus, sich beim Aufenthalt unter vielen Menschen mit einem Mundschutz vor Infektionen zu schützen. In unseren Breiten ist ein solcher Schutz eher ungebräuchlich. Allerdings ist er beim Personal von Ärzten und insbesondere von Zahnärzten in den letzten Jahren immer häufiger zu finden. Ein Mundschutz dient der Abwehr von Krankheitserregern. Eine verstärkte Nachfrage nach einem Mundschutz entsteht daher immer dann, wenn Infektionen wie die Schweinegrippe die Schlagzeilen der Zeitungen beherrschen.
Bei den gängigen Masken wird zwischen drei Filterklassen, die auch die Bezeichnung Schutzstufen tragen, unterschieden. Die einfachste Klasse, die die geringste Schutzwirkung bietet, ist die Filterklasse FFP1. Ein Mundschutz der Schutzstufe FFP1 ist in der Lage, groben Staub und Grobpartikel von den Atemwegen des Nutzers fernzuhalten. Ein Schutz dieser Klasse kann dann sinnvoll sein, wenn im Zuge von Bau- oder Renovierungsarbeiten verstärkt Staub anfällt. Daher gehören derartige Masken auch zum Sortiment der Baumärkte. Verfügt ein Mundschutz über die Schutzstufe FFP2, so ist seine Filterwirkung stärker als bei der Klasse FFP1. Schwach toxische oder kanzerogene Stäube werden von dem Mundschutz mit der Schutzstufe FFP2 aufgehalten. Ein Mundschutz mit der Schutzstufe FFP3 ist so fein, dass er auch kleine Krankheitserreger abhält. Ein vollständiger Schutz vor dem Einatmen kleiner Partikel oder Krankheitserreger wird mit einem Mundschutz aber nicht erreicht. Die Menge, welche der Träger eines solchen Schutzes aufnimmt, wird jedoch deutlich reduziert.
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Die Schutzstufe FFP3 kommt auch in Krankenhäusern zum Einsatz. Hierbei werden zwei verschiedene Maskentechnologien eingesetzt. In der einen Variante verfügt der Mundschutz über ein Atemventil. Der Mundschutz ähnelt daher dem Aussehen einer Gasmaske. Bei der zweiten Variante ist der Filter im Gewebe des Mundschutzes integriert. Der Filter der Klasse FFP3 funktioniert nicht nur rein mechanisch. Er ist elektrostatisch aufgeladen, so dass er wie ein Magnet auf kleine Partikel wirkt und sie dadurch festhält, bevor sie durch den Filter in die Atemwege des Trägers eindringen können. Vorteilhaft ist, dass ein Mundschutz bei Anwendung dieser Technologie ein geringes Gewicht hat, was dem Tragekomfort zugute kommt.
Wer einen Mundschutz benötigt, der auch gegen Krankheitserreger schützt, sollte auf den Mundschutz / Maske der Klasse FFP3 zurückgreifen. Hierbei macht es Sinn, darauf zu achten, dass der Mundschutz gut sitzt. Eine zu stramme Befestigung, die das Tragen unangenehm macht, sollte vermieden werden.


